28.04.2017

Photovoltaik-Anlagen für Mieter

Photovoltaik-Anlagen für Mieter

Vorgestern hat das Bundeskabinett den vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegten Gesetzentwurf zur Förderung von Mieterstrom beschlossen.
Laut Brigitte Zypries, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, beteiligen sich die Mieter durch die Förderung des sogenannten Mieterstroms direkt an der Energiewende. Dieser Strom wird in einem Blockheizkraftwerk oder in einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach erzeugt und den Mietern zur Nutzung bereitgestellt. Bisher war es so, dass vor allem Eigenheimbesitzer die Möglichkeit hatten, von eigenen Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach zu profitieren.

Dies soll sich nun ändern. Die Möglichkeit als Mieter Solarstrom zu nutzen ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt möglich. Beispielsweise wenn der Vermieter eine solche Anlage auf dem Dach seines Mietshauses installiert hat. Dies rechnet sich jedoch für die meisten Vermieter nicht. Eine Lösung für dieses Problem, stellt nun ein Mieterstromzuschlag dar. Dieser soll das Angebot an Mieterstrom beleben, für alle Seiten profitabel machen und den Ausbau von Stromerzeugung durch Solarenergie beschleunigen. Die Höhe des Mieterstromzuschlags hängt von der Größe der Solaranlage und dem Photovoltaik-Zubau insgesamt ab. Voraussichtlich liegt der Zuschlag zwischen 2,75 Cent/kWh und 3,8 Cent/kWh. Nicht verbrauchter Mieterstrom wird in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist und vergütet. Bis zu 3,8 Millionen Wohnungen in Deutschland weisen laut einem Gutachten, welches das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beauftragt hat, Potenzial für Mieterstrom auf.

Der Gesetzentwurf räumt den Mietern zudem einige Freiheiten und Schutzmechanismen ein. So wird sichergestellt, dass sie die freie Wahl des Stromanbieters haben und tatsächlich von einer Förderung profitieren. Voraussichtlich soll Mieterstrom noch in diesem Jahr förderfähig werden.

Eure Meinung ist uns wichtig. Würdet ihr Mieterstrom beziehen? Teilt uns eure Meinung mit und kommentiert unseren Beitrag.
Quelle: BMWI

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